Das Hotel am Südufer des Lago di Misurina bietet ein allseits bekannets Fotomotiv

Dolomiti 2019

Sascha
Die Dolomiten - mein Eldorado

Dolomiti 2019:

  • Toblach - Toblach
  • 412 km · 8000 hm · Hochalpin

Das schönste Gebirge der Welt – keine Frage – das sind die Alpen. Und welche ist die wohl faszinierendste Region in den Alpen? Die Dolomiten, so die Antwort nicht nur vieler Radsportler. Auch Bergsteiger wie Reinhold Messner sind dieser Meinung. Ebenso in  kultureller Hinsicht ist diese Region der Alpen einzigartig, von der ladinischchen Sprache über eine schillernde Sagenwelt bis hin zu der tragischen, doch lehrreichen Geschichte des Ersten Weltkriegs.

Die Dolomiten, so viel steht fest, gehören schlicht zum Standardrepertoire eines jeden ambitionierten Radsportlers. Genau deshalb haben wir uns entschieden, den Dolomiten wieder einmal einen Besuch abzustatten. Doch dieses Mal sollte es in eine andere Unterregion gehen.

Denn der westliche Teil direkt bei Bozen – um Nigerpass und Rosengarten – war uns schon von unserer Transalp 2014 bekannt. Und auch die Zentraldolomiten rund um den Sellastock haben wir 2014, aber auch schon 2012, intensiv erkundet. Der östliche Teil der Sextner Dolomiten war für uns jedoch bis vor Kurzem ein weißer Fleck auf der Landkarte. Das musste sich schleunigst ändern!

Um den logistischen Aufwand ausnahmsweise gering zu halten, haben wir uns für ein Standort-Camp entschieden. Ideal dafür schien die kleine Stadt Toblach, auf Italienisch Dobbiaco. Man kommt dorthin ganz leicht mit dem Zug, findet eine beträchtliche Infrastruktur vor und die interessantesten Anstiege sind nur ein paar Pedalumdrehungen entfernt. Außerdem hat Papin Sport direkt am Bahnhof von Toblach eine riesige Verleihstation und führt auch Rennräder im Sortiment. Kurzum: Toblach war wie gemacht für unseren Plan, die Sextner Dolomiten unsicher zu machen.

Doch obwohl wir bewusst erst in der letzten Augustwoche gestartet sind, waren die Touristenströme immer noch enorm. Blechkolonnen auf beliebten Bergstraßen und Schlangen an autofahrenden Selfie-Fotografen am Gipfel können schon auf das Gemüt drücken und vor allem nachdenklich stimmen, in was für einer Gesellschaft wir leben. Aber gerade dieser Kontrast zwischen puppendem, scheckendem Selfie-Toursimus und der – frei nach Edmund Burke – sublimen Natur macht unser Dolomiten-Camp zu einem einzigartigen Erlebnis: Wir konnten uns sportlich austoben, Kultur wie auch Radsportgeschichte atmen und gleichzeitig inmitten der Berge über die wirklich wichtigen Dinge des Lebens nachdenken. Die Dolomiten machen’s möglich.

Tag 1, Drei Zinnen

Zwischen Massentourismus und Erhabenheit

Tag 2, Kreuzbergpass und Sella Razzo

Ab in die wilde Einsamkeit

Tag 3, Plätzwiesen

Autofreie Straße – so muss es sein

Tag 4, Kartitscher Sattel

Stippvisite in Osttirol

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