Der Anstieg nach Andechs macht einfach nur Spaß

Bergtraining vor den Toren Münchens

Torsten
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt ;-)

Sascha
Idealer Formtest kurz vor den großen Pässefahrten.

Bergtraining vor den Toren Münchens:

  • München-Allach - München-Allach
  • 106,2 km · 1000 hm · wellig

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Wer für die nächste Pässetour trainieren will, der muss nicht unbedingt weit weg von München. Direkt vor den Toren der Stadt, im Fünf-Seen-Land, findet der Rennradler herrliche Landschaften und kann gleichzeitig noch etwas fürs Palmarès tun. Immerhin finden sich hier drei Anstiege, die es ins Quäldich-Lexikon geschafft haben.

Der Anstieg nach Andechs macht einfach nur Spaß

Der Anstieg nach Andechs macht einfach nur Spaß (Foto: Sascha Resch)

Startpunkt ist Allach im Nordwesten von München. Der Stadtteil liegt direkt an der Stadtgrenze und eignet sich somit hervorragend als Ausfallstor. Ein paar Kilometer und schon sind wir außerhalb der Landeshauptstadt.

Der Beginn der Tour ist komplett flach, hier können wir unsere Beine ein wenig warmfahren und lockern. Wir rollen in der Ebene bis Fürstenfeldbruck dahin, unserem ersten größeren Ziel. Hier kann der Verkehr zwar etwas unangenehm werden, doch keine Angst, gleich ist es wieder vorbei.

Wir verlassen Fürstenfeldbruck schnellstmöglich wieder und fahren in Richtung Gelbenholzen/Pfaffing. Hier wartet auch der erste längere Anstieg hinauf nach Holzhausen, sodass wir endlich erfahren, wie gut unsere Beine heute sind.

Weiter geht es vorbei am Wörthsee und am Pilsensee, zwei beliebten Ausflugszielen, wenn es mal schön heiß und sonnig ist. Dementsprechend kann hier der Verkehr etwas dichter sein, doch die Natur um uns herum entschädigt dafür.

Nach weiteren welligen Kilometern zeigt sich der Ammersee in der Ortschaft Herrsching und wir könnten am Seeufer eine kurze Pause machen und die angenehm kühle Brise genießen. Doch wir wollen weiter, um ein bisschen mehr zu klettern, denn bisher war das Profil ja nur wellig.

Wir verlassen Herrsching in Richtung Fischen und fahren nach Andechs hinauf. Dieser Anstieg ist angenehm zu fahren, nie zu steil. Trotzdem ist er lang genug, dass wir ein bisschen Tempo machen können. Immerhin befand sich hier im Jahr 2006 auf der 4.Etappe der Deutschland-Tour eine Bergwertung der 3. Kategorie, also ein „echter“ Anstieg.

An der Erlinger Höhe ist die Bergauffahrt auch schon wieder vorbei und wer will, kann noch einen Abstecher zum berühmten Kloster Andechs machen. Wir wollen jedoch weiter trainieren und kehren deshalb auf gleicher Strecke zurück nach Herrsching.

Wir fahren durch Herrsching in Richtung Seefeld und nehmen die kleine Straße am Ortsausgang, die bergauf führt. Die Straße zieht ziemlich steil an und jeder, der Kehren mag, wird den folgenden Anstieg mögen. Die kleinen „Serpentinen“ können mit ein bisschen Fantasie an richtige Berge erinnern. Leider ist die Auffahrt schnell vorbei und wir können „Frieding“ unserem Palmarès hinzufügen.

Am Badbichl gibt es einen schönen Blick auf das Fünf-Seen-Land

Am Badbichl gibt es einen schönen Blick auf das Fünf-Seen-Land (Foto: Sascha Resch)

In Seefeld wartet dann der nächste Anstieg auf uns, der Badbichl. Die Strecke ist auch kurz, am Anfang etwas steiler, aber dort mit Blick auf das Fünf-Seen-Land.

Nach dem Badbichl haben wir es heute schon fast geschafft und wir fahren tendenziell wieder in Richtung Allach. Es wartet nur noch eine kleine Herausforderung auf uns, die Rampe hinauf nach Germannsberg. Vorsicht, denn nach der bisherigen Tour kann diese Rampe durchaus unangenehm werden. Wer hier gut rauf kommt, weiß, er hat gute Beine.

Nun geht es aber tatsächlich leicht und praktisch topfeben zurück nach München, wieder über Fürstenfeldbruck. Am besten beschleunigen wir noch mal ein wenig und legen dann einen sehr leichten Gang auf, um die müden Beine locker auszufahren.