Kesselberg

Torsten
Schöner Einstieg, gibt Lust auf mehr....
Sascha
Moderate Steigung und jede Menge Kehren: Hier ist Rasen angesagt!

Kesselberg · 894 m · Deutschland

Auffahrt von Kochel am See: 5,1 km · ø 5 % · max. 12 % · 250 hm

Auffahrt von Walchensee: 1,4 km · ø 3 % · max. 7 % · 42 hm

Der Kesselberg ist eine kleine Passhöhe in Oberbayern, nördlich des Karwendelgebirges und liegt zwischen Kochel am See und Walchensee. Er ist zwar eher kurz und niedrig, damit aber ideal als Auftakt für größere Taten.

Kurze Pause im strömenden Regen. hier in Benediktbeuern, noch ein Stück vor dem Kesselberg

Kurze Pause im strömenden Regen, hier in Benediktbeuern, noch ein Stück vor dem Kesselberg (Foto: Torsten Vaupel)

Genauso war es bei unserer Transalp 2014: Der Kesselberg war der erste Pass unserer Reise und sollte unsere Beine auf das weiter Klettern einstimmen.

Gleich hinter der Ortschaft Kochel am See zieht die Bundesstraße 11 als Kesselbergstraße an und eines ist schon vorher klar: Die Straße behält die knapp fünfprozentige Steigung bis zum Ende bei. Das klingt nach einem leichten Kletter-Hors-d’œuvre – und das wäre es auch – wäre der Tag unserer Auffahrt nicht so unvorstellbar kalt und nass. Knapp über zehn Grad mitten im Juli und schon seit sechs Stunden Radfahren im strömenden Regen. So wird auch der Kesselberg zu einer Willensprüfung.

Wettertechnisch haben wir an diesem Tag die große Niete gezogen. Aber davon abgesehen ist der Kesselberg einfach toll: Die kehrenreiche Strecke zieht mit durchschnittlich 5 % zur Passhöhe und bietet immer wieder tolle Blicke auf den Teil des Anstiegs, den wir bereits gemeistert haben. Die Kurven fließen rhythmisch dahin und laden regelrecht zum Rasen ein.

Am Kesselberg gibt es zwar ein "Passschild", aber ansonsten nicht viel zu sehen

Am Kesselberg gibt es zwar ein „Passschild“, aber ansonsten nicht viel zu sehen (Foto: Sascha Resch)

Da verwundert es nicht, dass hier früher Auto- und Motorradrennen stattgefunden haben. Lokale Radvereine veranstalten immer noch regelmäßig Bergzeitfahren; dann fliegen die Sportler die Straße regelrecht empor.

Wir wollen jedoch keinen Rekord brechen, wir sind nur froh, als wir oben angekommen sind. Allzu viel gibt es hier nicht zu sehen, es gibt zwar ein Passschild, aber sonst ist da nur eine Bushaltstelle ohne Wartehäuschen zum Unterstellen. So treibt der Regen uns schnell weiter, wir lassen sogar das sonst obligatorische Beweisfoto ausfallen, wir würden ohnehin nur aussehen als wären wir gerade dem Walchensee entstiegen, derart durchnässt sind wir.

Nur noch schnell in Richtung Mittenwald, vielleicht wird es ja dort langsam trocken. Und so folgt die kurze Abfahrt, wieder mit ein paar Kehren. Bei schönem Wetter würde uns jetzt der Walchensee entgegenglänzen, uns erwartet jedoch kalt-grauer Nebel. Sei’s drum, immerhin hat dieses Wetter auch seinen Vorteil: Wir haben die Straße für uns allein, keine Autos, keine Motorräder.

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