Beim Dachauer Bergkriterium rasen die Fahrer mit über 40 km/h über das Pflaster

Dachauer Bergkriterium

Radrennen im Profi-Sport sind immer wieder spannend, nichts geht über eine knackige Etappe bei Tour oder Giro. Aber auch kleinere, lokale Amateurrennen sind einen Besuch wert und sorgen für ein packendes Radsport-Erlebnis.

Kurz vor dem Start des Jedermannrennens in Dachau steigt die Spannung

Kurz vor dem Start des Jedermannrennens steigt die Spannung in Dachau (Foto: Sascha Resch)

Das Dachauer Bergkriterium ist ein solches Rennen. Der Dachauer Radsportverein SOLI Dachau e.V. veranstaltet jedes Jahr dieses Radspektakel, 2015 ging die 64. Auflage über die Bühne. Traditionell findet das Rennen an Mariä Himmelfahrt, also am 15. August, statt. Dann verwandelt sich die Dachauer Altstadt in einen Rennparcours für Radsportler.

Die Strecke ist äußerst anspruchsvoll, der ca. 1,3 Kilometer lange Rundkurs ist eine klassische Wippe, auf der die Fahrer etwas mehr als 20 Höhenmeter überwinden. Das klingt wenig, doch auch kleine Rampen machen in der Summe viele Höhenmeter. Die Lizenzfahrer kommen bei ihren 44 Runden auch auf ungefähr 1000 Höhenmeter.

Beim Dachauer Bergkriterium rasen die Fahrer mit über 40 km/h über das Pflaster

Beim Dachauer Bergkriterium rasen die Fahrer mit über 40 km/h über das Pflaster (Foto: Sascha Resch)

Hut ab vor dieser Leistung, immerhin preschen die Fahrer mit über 40 km/h über den Rundkurs. Erschwerend kommt hinzu, dass ein Großteil der Strecke über Kopfsteinpflaster führt. Jedes Mal, wenn ich mir dieses Rennen ansehe, juckt es mir in den Beinen. Doch Kopfsteinpflaster ist für mich und meinen Alu-Renner ein rotes Tuch. Nur in äußersten Ausnahmefällen tue ich das meinem Material an. Umso mehr Respekt habe ich vor der Leistung der Fahrer beim Bergkriterium.

Wem jetzt die Beine Kribbeln, wer nächstes Jahr gerne dabei sein will, der muss kein Lizenzfahrer sein. Es gibt auch ein Jedermann-Rennen, das allen ambitionierten Radsportlern offen steht. Es wartet ein professionell organisiertes Kriterium mit euphorischem Publikum. Und nach dem Rennen gibt es – nur ein paar Meter weiter – das Dachauer Volksfest.

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