In Sterzing erwartet uns eine bezaubernde Innenstadt

Transalp 2014, Etappe 3

Torsten
Bella Italia - here we come!

Sascha
Italia!!!

Transalp 2014, Etappe 3:

  • Oberperfuss - Sterzing
  • 74,3 km · 1084 hm · bergig

Herunterladen

Zur├╝ck zur ├ťbersicht Transalp 2014

Auf der dritten Etappe unserer Transalp wartet auch schon der zweite Grenzgang auf uns, es geht endlich nach Italien, das Land der Sonne und des guten Essens. Unsere Vorfreude ist riesig und entsprechend immens unsere Ern├╝chterung beim Aufstehen: Schon wieder str├Âmender Regen.

Unspektakul├Ąr, aber trotzdem ersehntes Zwischenziel, der Brenner

Unspektakul├Ąr, aber trotzdem ersehntes Zwischenziel, der Brenner (Foto: Torsten Vaupel)

Noch schlimmer: In unserer Unterkunft erwartet uns ein ÔÇ×erweitertes Fr├╝hst├╝ckÔÇť, das aus einer alten Semmel, eingetrocknetem Honig und lauem Filterkaffee besteht. Dazu noch ein Glas Orangensaft ÔÇô die angepriesene Erweiterung.

So starten wir wohl oder ├╝bel in den Monsunregen auf dem Weg nach Italia. Zun├Ąchst die Abfahrt nach Kematen und schon hier merken wir, dass es heute nicht lustig wird, dass wir sehr viel Bremsbelag verbrennen werden. Die Stra├čen sind schmierig und glatt, das Wasser spritzt ├╝berall um uns herum nach oben.

In diesem fl├╝ssigen Inferno schlagen wir unseren Weg nach Innsbruck ein. Man mag es kaum glauben, aber der Regen wird noch schlimmer. Wir wussten schon, dass das Inntal ein wahres Regenloch sein kann, aber mit so etwas haben wir tats├Ąchlich nicht gerechnet.

In Innsbruck w├╝rgen wir schnell eine Banane herunter, wir haben keine Lust auf eine lange Pause. Gleich geht es weiter und bergauf in Richtung Brenner. Eigentlich stand ja die Alte R├Âmerstra├če auf dem Programm, die ├╝ber Patsch eine Umfahrung der Bundesstra├če erm├Âglicht. Doch wir haben dieses Jahr richtig Gl├╝ck: Die Stra├če ist wegen Br├╝ckenbauarbeiten gesperrt und wir d├╝rfen den ganzen Weg auf der Brenner-Bundesstra├če verbringen.

Weiter qu├Ąlt uns der Regen, im Wipptal h├Ąngen Nebelschwaden. Obwohl der Anstieg eher flach ist, macht die Fahrt keinen Spa├č, denn unsere Froschhaut klebt wie die H├Âlle an uns, man schwitzt in ihr wie die Wurst in der Pelle.

Dennoch hat der Regen einen Vorteil. Es gibt nur wenige, die so wahnsinnig wie wir sind, die meisten Ausfl├╝gler bleiben zu Hause, der Verkehr ist selbst auf der sonst stark befahrenen Brenner-Bundesstra├če ertr├Ąglich.

So geht es durchs Wipptal, zwischen Antike und Moderne. ├ťber das Wipptal gelangt man zum Brenner, dem niedrigsten Alpen├╝bergang. Aufgrund seiner geringen H├Âhe war er schon zur R├Âmerzeit von gro├čer Bedeutung, unter anderem soll der germanische Stamm der Kimbern ├╝ber den Brenner ins R├Âmerreich eingefallen sein. Auf der anderen Seite dann das moderne Leben, repr├Ąsentiert doch die gigantische Europabr├╝cke. Der Brennerpass kann ganz sch├Ân philosophisch sein.

In Matrei am Brenner legen wir dann unsere Mittagspause ein und es ist kaum zu glauben, es h├Ârt auf zu regnen. Unsere Laune wird gleich deutlich besser und wir fahren guter Dinge weiter Richtung Italien. Kurz vor dem Pass, am Brennersee, wartet die letzte Steilstufe auf uns, doch auch diese nehmen wir flott.

In Sterzing erwartet uns eine bezaubernde Innenstadt

In Sterzing erwartet uns eine bezaubernde Innenstadt (Foto: Sascha Resch)

Italia!! Endlich sind wir da. Der Brenner ist zwar alles andere als sch├Ân, aber unser Hochgef├╝hl ist unbeschreiblich. Nach solch einer Plackerei im Regen wird auch der Brennerpass zu einem Highlight.

Weiter geht es in die Abfahrt nach Sterzing Wir profitieren von dem neuen Radweg, der auf perfektem Asphalt den Radfahrer bergab f├╝hrt. Herrliche Blicke auf die Stubaier Alpen und in die Zillertaler Alpen sorgen daf├╝r, dass die Abfahrt im Nu vor├╝ber ist.

Gut gelaunt kommen wir in Sterzing an, es ist sonnig, es ist warm, alles perfekt. So beschlie├čen wir, noch die malerische Altstadt zu besichtigen, bevor wir es uns bei einem guten Abendessen noch einmal gut gehen lassen.

Zur├╝ck zur ├ťbersicht Transalp 2014