Event: Trans-Siberian Extreme 2016

  • Erste Austragung: 2015
  • Start: 05.07.2016
  • Endspurt: 28.07.2016
  • Strecke: Moskau – Wladiwostok
  • Länge: 9287 km, 14 Etappen (zwischen 314 und 1372 km)
  • Höhenmeter: 79.000 hm

Mehr als drei Wochen, 15 Etappenorte, 7 Zeitzonen und jede Menge Emotionen – das ist Trans-Siberian Extreme 2016, das zweite Radrennen dieser Serie. Der Organisator ist “Red Bull”, ein bekannter Name, wenn es um „verrückte“ Sport-Events geht. Die erste Auflage von Trans-Siberian Extreme hat 2015 stattgefunden, nun 2016 folgte die Wiederholung. Wie sah die zweite Auflage des Radrennens aus?

Die Teilnehmer aus Deutschland, Russland, Österreich, Brasilien, Frankreich und Thailand fuhren circa 9300 km entlang der berühmten russischen „Transsibirischen Eisenbahn“. Das Radrennen bestand aus 14 Etappen von 314 bis 1372 km Länge. Dabei mussten die Teilnehmer einen Höhenunterschied von 79.000 Höhenmetern überwinden: Fast fünfmal zum Mount Everest hinauf!

Wie bereits 2015 beteiligten sich 10 Fahrer am Trans-Siberian Extreme. Es gab 2 Disziplinen – “Solo” und “Duo”. In der Kategorie „Duo“ starteten zwei Teams, eines aus Deutschland und eines aus Russland. Die “Solo”-Kategorie bestand aus 6 Teilnehmern aus 5 Staaten (Russland, Brasilien, Frankreich, Thailand und 2 Sportler aus Österreich). 2015 konnte das Radrennen mit einer Teilnehmerin aufwarten, heuer waren jedoch nur Männer am Start.

Die Teilnehmer besuchten während des Radrennens namhafte und große russische Städte, wie Nischni Nowgorod, Kasan, Nowosibirsk, Chabarowsk. Die Strecke bezieht 15 Etappenorte ein, einschließlich Moskau und Wladiwostok als erster Startpunkt und letztes Etappenziel. Alle Städte befinden sich in verschiedenen Klimazonen, darum gab es ganz unterschiedliches Wetter im Verlauf der Strecke. Die Straßenqualität war auch schwankend. Im Großen und Ganzen war – wie der Titel schon verrät –der Wettbewerb wirklich extrem. Zum Beispiel konnten nicht alle Teilnehmer die 12. Etappe (die wohl schwierigste) bewältigen. Sie war die längste Etappe (1372 km) und das Wetter war tatsächlich schlecht: Es gab Regen und einen böigen Wind, die Temperatur lag bei gerade einmal 8°C. Auch die 11. Etappe blieb allen im Gedächtnis als eine Etappe mit vielen Baustellen, aber auch dichtem Nebel und einem Temperaturunterschied von 20°C zwischen Tag und Nacht.

Das Radrennen war nicht nur schwer, sondern auch sehr schön – Berge, Seen, Flüsse, Felder… Viele malerische russische Landschaften, sowie die ungeschminkten Emotionen der Sportler machen die Trans-Siberian Extreme überaus spektakulär. Trans-Siberian Extreme, das bedeutet unmenschliche Willenskraft, um anzukommen, die kurze Ruhe zwischen den Etappen und schlichtweg Radfahren, Radfahren, Radfahren.

Und welches Ergebnis haben wir? In der Kategorie “Duo” konnte das deutsche Team siegen. Matthias Fischer und Martin Temmen waren am Ende schneller als ihre russische Rivalen Mikhail Manyakhin und Roman Markaryan . Das Resultat der deutschen Sportler ist 294:57:11, das russische “Duo”-Team brauchte circa 9 Stunde mehr. In dieser Disziplin haben beide Teams das Radrennen bewältigt, während in der “Solo”-Kategorie niemand das schaffen konnte. Alle 6 Sportler hatten mindestens eine unvollendete Etappe. Es gab verschiedene Ursachen, wie Probleme mit der Gesundheit, sehr schlechte Straßenverhältnisse und Defekte oder sehr schlechtes Wetter. Der beste beste Sportler der „Solo“-Kategorie war Alexey Schtschebelin (336:18:05) aus Russland. Der zweite Platz ging an den Österreicher Andreas Fuchs (347:25:33), den dritten Platz belegte Marcelo Florentino Soares aus Brasilien (388:07:26).

Trans-Siberian Extreme von Red Bull geht an die Grenzen der menschlichen Leistungs- und Leidensfähigkeit. Es wird spannend, wer sich dieser Herausforderung 2017 stellen wird!

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