Ein Obelisk am Pordoi erinnert an die Erbauung der Passstra├če.

Passo Pordoi

Sascha
Einer meiner Lieblingsp├Ąsse!

Passo Pordoi · 2239 m · Italien

Auffahrt von Canazei: 12,5 km · ø 6,2 % · max. 12 % · 774 hm

Auffahrt von Arabba: 9,3 km · ø 7 % · max. 12 % · 647 hm

Am Pordoi genie├čen wir einen herrlichen Blick auf den Stellastock.

Am Pordoi genie├čen wir einen herrlichen Blick auf den Stellastock (Foto: Sascha Resch).

Die Dolomiten sind einer der sch├Ânsten Teile der Alpen, um mit dem Rennrad zu fahren. Eines der Highlights in den Dolomiten ist sicherlich die Befahrung des Passo Pordoi, der zusammen mit dem Sellajoch nicht nur der h├Âchste asphaltierte Dolomiten-Pass ist, sondern gleichzeitig Teil der ber├╝hmten Sella Ronda ist.

Bei unserer Transalp 2014 sollte dieser wunderbare Pass eine besondere Rolle spielen. Erstens war der Pordoi die einzige echte Bergankunft unserer Tour. Zweitens war er der letzte Pass der Transalp, das hei├čt unsere Tour endete oben auf dem Pordoi. Deswegen starteten wir doppelt und dreifach motiviert in Richtung Pordoi.

Unsere Auffahrt beginnt in Canazei, das an der Gro├čen Dolomitenstra├če SS48 liegt. Von hier aus f├╝hrt auch die SP641 zum Fedaia hoch, in Richtung Marmolata. Wir bleiben jedoch auf der Dolomitenstra├če, die von Bozen ├╝ber den Pordoi bis nach Cortina d’Ampezzo f├╝hrt.

In Canazei folgen wir einfach der Beschilderung zum Pordoi und gleich befinden wir uns in den ersten Serpentinen. Diese sind nicht sonderlich steil und es macht einfach nur Spa├č die Kurven empor zu klettern. Die Strecke liegt mitten im Wald, sodass es angenehm k├╝hl ist, einerseits durch die B├Ąume, andererseits durch die H├Âhe. Au├čerdem ist der Anstieg nicht sonderlich schwer, sodass wir nur wenig ins Schwitzen kommen und die Bergfahrt genie├čen k├Ânnen.

Flott geht es bergan und wir passieren das Hotel Lupo Bianco. Gleich darauf erwarten uns wieder Kehren und die Abzweigung zum Sellajoch. Wir halten uns rechts und folgen weiterhin der SS48 in Richtung Pordoi.

Einer unserer Lieblingsp├Ąsse, der Pordoi

Einer unserer Lieblingsp├Ąsse, der Pordoi (Foto: Sascha Resch)

Eigentlich ist die Strecke sehr beliebt. Man trifft nicht nur unz├Ąhlige Radfahrer, sondern auch Unmengen an Autos und Motorradfahrern, die den Spa├č an diesem Pass etwas tr├╝ben. Wir haben jedoch Gl├╝ck, denn schon in Canazei konnten wir dicke Wolken aufziehen sehen ÔÇô ein Gewitterguss ist im Anmarsch. Das bedeutet f├╝r uns zwei Dinge: Wir genie├čen eine f├╝r ÔÇ×Pordoi-Verh├ĄltnisseÔÇť leere Stra├če, aber wir sollten uns auch ein wenig schicken, damit die Transalp nicht so endet, wie sie begonnen hat: Im Regen.

Wir fahren also weiter und genie├čen die herrlichen Blicke auf die umliegende Bergwelt. Eine ganz besondere Aussicht bietet die Kehre 18, in der N├Ąhe eines kleinen Sees: Der Blick auf den Langkofel ist an dieser Stelle einmalig. Doch wir fahren weiter, angespornt von den Regenwolken und der Tatsache, dass das hier das Finale unserer Transalp ist.

Bald verlassen wir die bewaldete Strecke und es tun sich unvergleichliche Blicke auf den Sellastock auf. Nun haben wir die letzten Kehren im Visier und k├Ânnen schon die Passh├Âhe erkennen. Der Pass zum Greifen nah ÔÇô wir radeln hoch motiviert durch die letzten Kehren. Geschafft! Und das auch noch trocken!

Ein Obelisk am Pordoi erinnert an die Erbauung der Passstra├če.

Ein Obelisk am Pordoi erinnert an die Erbauung der Passstra├če (Foto: Sascha Resch).

Oben am Pordoi gibt es mehrere L├Ąden, in denen man Souvenirs kaufen kann. Au├čerdem ein Denkmal f├╝r den Campionissimo Fausto Coppi, sowie ein Obelisk, der an die Erbauung der Pordoi-Stra├če erinnert. Auch landschaftlich l├Ąsst der Pordoi keine W├╝nsche offen: Der Sellastock mit dem Piz Bo├Ę liegt gleich im Norden und im S├╝den k├Ânnen wir die Gletscher der Marmolata erkennen. Da ist es kein Wunder, dass wir am liebsten gleich weiter radeln w├╝rden.

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